Eine bessere Zukunft für Manilas Müllsammler

Marissa gehört zu den sogenannten städtischen Armen, die am stärksten vom Ausbruch der Pandemie und ihren wirtschaftlichen Folgen betroffen sind. Die 47-Jährige arbeitet als Müllsammlerin in Payatas, einem Viertel in Metro Manila (Philippinen), das die größte Mülldeponie des Landes beherbergt. Wir trafen Marissa im November letzten Jahres auf einer Feldmission, um ihre Geschichte zu erfahren und zu sehen, wie die Vinzentiner Missionare, eine lokale, glaubensbasierte Organisation, unsere Zement-Bambus-Rahmen-Technologie nutzten, um ein Bambushaus für sie und ihre Familie sowie für fünfzig weitere bedürftige Familien zu bauen. Das Video zeigt ihre Geschichte und wie ein sicherer Ort, den sie ihr Zuhause nennen kann, ihr Hoffnung auf eine bessere Zukunft gegeben hat.

Gerade in diesen Zeiten einer globalen Gesundheitskrise schätzt sich Marissa glücklich, ein eigenes Haus zu besitzen. Mit fließendem Wasser und Strom, einer richtigen Tür, die vor Wind und Hitze schützt, und einer Gemeinschaft von Familien um sie herum, die zu Freunden geworden sind und sich gegenseitig unterstützen, fühlte sie sich bereit, der Pandemie zu begegnen. Besonders für ihre jüngste, siebenjährige Tochter Jamaica, die mit Zerebralparese geboren wurde, war das Haus in diesen Zeiten ein sicherer Hafen.

Ein Haus legt jedoch nur die Grundlagen für einen Neuanfang in ein besseres Leben. Während Marissa und ihre Kinder unter dem Lockdown vergleichsweise sicher waren, sind sie von den wirtschaftlichen Folgen des Covid-19-Ausbruchs hart getroffen. Unter verschärfter Quarantäne und mit dem gesamten öffentlichen Nahverkehr stillgelegt, gibt es für Marissa keine Möglichkeit, ihre Arbeit als Müllsammlerin fortzusetzen oder ein anderes Einkommen zu erzielen. Ohne Ersparnisse ist sie auf Spenden und die begrenzten Lebensmittelvorräte der lokalen Regierung angewiesen. Nur drei Tage nachdem Manila unter Lockdown gestellt worden war, wandten sich die Vinzentiner Missionare daher an uns bei der Hilti Foundation, um mitzuteilen, dass die Familien in der Gemeinde kein Geld mehr haben, um selbst Grundnahrungsmittel zu kaufen. Bisher hat sich der Lockdown auf mehr als 80 Tage verlängert.

Das ist Marissas Geschichte.

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Wenn man Wissen und Fähigkeiten besitzt, kann man ein selbstbestimmtes Leben führen.

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Aufstieg auf einer musikalischen Tonleiter – Lima, Peru