PropelA: Berufliche Ausbildung für qualifizierte Arbeitskräfte in Kenia

Prognosen zufolge strömen jedes Jahr etwa eine Million junge Menschen auf den kenianischen Arbeitsmarkt. Die meisten von ihnen haben jedoch kaum eine Chance, einen Arbeitsplatz zu finden, da die aktuelle Berufsausbildung weitgehend von den Bedürfnissen des Privatsektors abgekoppelt ist. Aus diesem Grund hat die Hilti Foundation zusammen mit Swisscontact und kenianischen Experten die duale Berufsbildungsinitiative PropelA ins Leben gerufen, die der jüngeren Generation eine exzellente, duale Ausbildung bietet, die den Bedürfnissen des Marktes entspricht.

Nachhaltige Berufsaussichten schaffen

Das Projekt richtet sich an junge Männer und Frauen über 18 Jahre – dem gesetzlichen Mindestalter für eine Berufsausbildung –, die ein Grundschuldiplom und ein einjähriges Handwerkszertifikat oder eine gleichwertige Ausbildung besitzen. Ziel ist es, diesen jungen Menschen theoretische und praktische Fähigkeiten zu vermitteln, damit sie anschließend als kompetente Techniker in den Bereichen Elektrik und Sanitär ihren Lebensunterhalt verdienen können.

Projekt-Highlights 2022

Rekrutierungsveranstaltung in Kawangare, Kenia, für das PropelA-Programm.

Rekrutierungsveranstaltung in Kawangare, Kenia, für das PropelA-Programm.

Erfolgreiche Auswahl und Anstellung von Auszubildenden in Unternehmen

Rund 100 hochmotivierte Auszubildende aus einem Pool von 2.000 erhielten einen Ausbildungsplatz und Vertrag als Klempner und Elektriker.

Die Ausbildung begann an zwei Ausbildungsinstituten

In den ersten Wochen absolvierten die Studierenden Einführungsschulungen in den Elektro- und Sanitärbereichen sowie Kurse in Gesundheits- und Arbeitssicherheit und Schulungen zu sozialen Kompetenzen.

 
Erster Schultag in der Werkstatt der Berufsschule Don Bosco.

Erster Schultag in der Werkstatt der Berufsschule Don Bosco.

Bau von Ausbildungswerkstätten an Schulen
Um die bestmögliche praktische Ausbildung zu gewährleisten, wurden die Werkstätten der Berufsschulen auch mit modernen Geräten ausgestattet. So können die Studierenden die erlernten Fähigkeiten in der Praxis anwenden, bevor sie diese im Arbeitsalltag in den Unternehmen einsetzen.

Aufbau eines Netzwerks von Ausbildern

Die Lehrkräfte und Ausbildungsbetreuer in den Unternehmen wurden geschult. Sie spielen eine wichtige Rolle in einem Unternehmen, da es ihre Aufgabe ist, junge Menschen am Arbeitsplatz zu unterstützen und sie auf ihrem Weg zum erfolgreichen Abschluss ihrer Berufsausbildung zu begleiten.

 

Treffen der National Industrial Training Authority (NITA) mit Vertretern des Privatsektors

Mit einer Veranstaltung, die mit NITA und teilnehmenden Unternehmen des Privatsektors durchgeführt wurde, wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Eine Plattform wurde ins Leben gerufen, auf der sich Unternehmen als Ausbildungsbetriebe bewerben können. Die Unternehmen zahlen den Studierenden ein einheitliches Ausbildungsstipendium, und es ist beabsichtigt, dass die Unternehmen von NITA für jeden Auszubildenden finanzielle Unterstützung erhalten.

Werkzeuge und Materialien für eine qualitativ hochwertige Ausbildung

Die ersten Werkzeuge für die Hilti- und Geberit-Werkstätten für Sanitär- und Elektrofachkräfte wurden übergeben. Die professionelle Ausstattung der Werkstätten ist ein Schlüsselelement für eine qualitativ hochwertige Ausbildung, da sie sicherstellt, dass die Studierenden den kompetenten Umgang mit Werkzeugen erlernen können, die nicht in jeder Werkstatt verfügbar sind.

Ausblick & nächste Schritte

Die Hilti Foundation arbeitet derzeit mit führenden kenianischen Unternehmen zusammen, um ein Konzept für Handelsverbände zu entwickeln, die Nachhaltigkeit des Ausbildungssystems zu gewährleisten, die Ausbildung weiterzuentwickeln und den Lehrplan an die Marktentwicklung anzupassen. Sobald die Qualität des Bildungsprogramms im Jahr 2023 gesichert ist, wird das Projekt hochskaliert. Bis 2025 soll eine Marktabdeckung von 80 % durch 70 teilnehmende Unternehmen und 1.000 Auszubildende erreicht werden.

„Unser Ziel mit dieser Initiative ist es, ein Leuchtturmprojekt zu schaffen, das auf andere Bauberufe und hoffentlich mit der Zeit auch auf andere Berufe übertragen werden kann“, schliesst Werner Wallner.

Die ersten Auszubildenden des PropelA-Modells werden 2024 ihren Abschluss machen und ein Diplom der National Training Authority of Kenya (NITA) erhalten, was ihnen ermöglicht, nachhaltige Arbeitsplätze zu finden und eine Zukunft aufzubauen.

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