Webinar: Franck Goddio - 25 Jahre maritime Archäologie

In seinem Live-Vortrag „The Portus Magnus of Alexandria“ präsentierte der französische Unterwasserarchäologe Franck Goddio den Hilti-Teammitgliedern seine Entdeckungen aus 25 Jahren Forschung im heutigen Osthafen von Alexandria.

„Heute wird uns Franck Goddio in die Welt des antiken Alexandria entführen und uns dieses faszinierende Bild vermitteln, das sich in den letzten 25 Jahren wie ein Puzzle zusammengefügt hat. Und gleich die gute Nachricht: In zukünftigen Vorträgen wird er uns auch die Ergebnisse aus Thonis-Herakleion und Kanopus vorstellen, achten Sie also auf entsprechende Ankündigungen.“

Christine Rhomberg, Direktorin für Community Arts and Culture bei der Hilti Foundation, leitete den Vortrag ein.

 

Die Vergangenheit erforschen, um die Gegenwart zu verstehen

Ein Überblick über den heutigen Osthafen von Alexandria. ©IEASM

1996 begann das Europäische Institut für Unterwasserarchäologie (IEASM) unter der Leitung von Franck Goddio in Zusammenarbeit mit dem ägyptischen Antikenministerium und mit Unterstützung der Hilti Foundation mit Unterwassererkundungen im heutigen Osthafen von Alexandria.

Nach einem umfangreichen Programm elektronischer Vermessungen und jahrzehntelanger Ausgrabungsarbeiten konnten die Archäologen eine genaue Karte des Hafenbodens erstellen und zahlreiche unter dem Sediment begrabene archäologische Überreste lokalisieren. Sie identifizierten auch wichtige Infrastrukturen, Monumente und eine Vielzahl von Artefakten aus dem legendären Portus Magnus der Stadt, die die Landschaft enthüllten, auf der sie standen.

Goddio und sein Team entwickelten ein vollständiges Panorama des Portus Magnus, obwohl das von ihnen erhaltene Bild manchmal von Beschreibungen in antiken Texten abweicht. Deshalb ist es unerlässlich, untergetauchte archäologische Beweise wissenschaftlich zu untersuchen.

Maritime Archäologie und die Hilti Foundation

Ein Priester, der einen Osiris-Kanopus und zwei Sphingen trägt. C. Gerigk, (c)FranckGoddio/Hilti Foundation

Das frühe Engagement der Familie Hilti zur Unterstützung von Franck Goddios Arbeit war gewissermaßen der Ausgangspunkt für die Hilti Foundation. Dieses langfristige Engagement hat es Goddio ermöglicht, die maritime Archäologie mit innovativen Forschungs- und Dokumentationstechniken zu revolutionieren. Dadurch ist es ihm gelungen, faszinierende Stätten und versunkene Städte zu entdecken, die jahrhundertelang als verloren galten.

 

Kopf einer schwarzen Granitstatue, gefunden auf der Poseidium-Halbinsel im Portus Magnus von Alexandria. C. Gerigk, ©FranckGoddio/Hilti Foundation

Durch akribische Sondierungen mit der damals modernsten technischen Ausrüstung gelang es Franck Goddio und seinem Team 1996, die antiken Strukturen des Hafens von Alexandria, den legendären „Portus Magnus“, zu lokalisieren. Im Laufe der Jahre wurden nicht nur die Sondierungstechnik als solche, sondern auch die Ausgrabungs- und Dokumentationsmethoden kontinuierlich weiterentwickelt. Goddios unterwasserarchäologische Arbeit wurde immer fokussierter, wodurch Zeugnisse der Vergangenheit gezielter lokalisiert und untersucht werden konnten.

 

Die Hilti Foundation hat durch die Unterstützung der Arbeit von Franck Goddio und der IEASM seit über 25 Jahren einen nachhaltigen Beitrag zur Innovation in der unterwasserarchäologischen Forschung geleistet. Verbunden mit dem Ziel, die Ergebnisse sowohl der wissenschaftlichen Gemeinschaft als auch der breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

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