Junge peruanische Stimmen werden in Wien erklingen
Jugendchor Sinfonía por el Perú nimmt am Chorwettbewerb Summa Cum Laude teil
Ein Traum wird wahr für den Jugendchor Sinfonía por el Perú: Sie werden einen großen Schritt nach vorne machen, indem sie an ihrem ersten globalen Wettbewerb – Summa Cum Laude – teilnehmen. Vom 5. bis 10. Juli reist eine Gruppe von 30 talentierten jungen Sängern nach Wien, der Welthauptstadt der klassischen Musik, um an der 16. Ausgabe von Europas wichtigstem Jugendmusikfestival anzutreten.
Einer dieser Sänger ist Anderson Príncipe, der seine Zeit zwischen seinem Job als Bauarbeiter, Freestyle-Meisterschaften und Proben für Wien aufteilt.
„Es geht nicht nur darum, sein Land zu vertreten, sondern auch sein Ensemble. Ich lasse mich nicht überwältigen und versuche, diesen Geist an meine Teamkollegen weiterzugeben. Ich sage ihnen, wir müssen mit Freude singen und der Welt zeigen, wie sehr wir diese Gelegenheit genießen“, sagt er.
Während die Proben intensiver werden, betont Chorleiter Juan Carlos Bersague das Engagement seiner Mitglieder. „Wir werden Sinfonía mit einem sehr anspruchsvollen Repertoire vertreten, weil ich weiß, dass sie es schaffen können. Ich möchte, dass sie erleben, wie ein Wettbewerb auf hohem Niveau funktioniert, und verstehen, dass jeder Einzelne in der Gruppe wichtig ist“, sagt der Maestro.
Wiens historischer Wiener Musikverein wird einer der Austragungsorte für Summa Cum Laude sein. Der Große Saal ist berühmt für seine Akustik und zählt zu den drei besten Konzertsälen der Welt. Dort werden die Mitglieder von Sinfonía alles zeigen können, was sie gelernt haben.
Eine Symphonie, die verwandelt
Seit 2013 unterstützt die Hilti Foundation Sinfonía por el Perú (SPP) in ihrer Mission, das Leben tausender gefährdeter Kinder und Jugendlicher in Peru zu verändern. Die kontinuierliche Unterstützung von Sinfonía hat die Entwicklung wichtiger Fähigkeiten wie Teamwork, soziale Verantwortung, Ausdauer und Selbstvertrauen ermöglicht. Werte und Fähigkeiten, die sich positiv auf das tägliche Leben der Kinder auswirken und es ihnen ermöglichen, zukünftigen Herausforderungen mit größerer Entschlossenheit zu begegnen.
Christine Rhomberg, Leiterin für Community Arts & Culture bei der Hilti Foundation, betont, dass die Mitglieder des Jugendchors bemerkenswerte Individuen mit vielen Talenten sind, es aber oft an Möglichkeiten mangelt, die ihrer Entwicklung im Wege stehen.
„Unser Ziel ist es, ihnen die Möglichkeiten zu bieten, Bildungsungleichheit zu überwinden und ihnen zu helfen, ihr volles Potenzial zu entfalten. Es geht darum, junge Menschen zu stärken und Musik als Mittel für sozialen Wandel einzusetzen“, erklärt sie.
Sie erinnert sich gerne an die Geschichte eines jungen SPP-Mitglieds aus einem sehr gefährdeten Viertel in Lima. Sein Talent, aber auch seine persönliche Beständigkeit, ermöglichten es ihm, ein Musikstudium erfolgreich abzuschließen und gleichzeitig ein Vorbild für seine ganze Familie zu werden.
Für Fabiana Raunelli, Leiterin der Hauptensembles bei SPP, ist Musik der Weg zu sozialer Innovation, weil sie den Mitgliedern hilft, ihre Lebensgeschichten neu auszurichten und in Zukunft bessere Entscheidungen zu treffen. „Dies kann auf viele Arten geschehen, aber wir setzen auf Musik“, betont sie.
Über Summa Cum Laude
Das Summa Cum Laude International Youth Music Festival in Wien ist Europas wichtigstes Ereignis für Chöre, Bands und Orchester. Es findet unter der Schirmherrschaft der Österreichischen UNESCO-Kommission und des Bundespräsidenten der Republik Österreich statt. Dieses Jahr wird der Wettbewerb im prestigeträchtigen Goldenen Saal des Musikvereins ausgetragen und von renommierten Musikfachleuten bewertet. Nach Wien wird der Jugendchor Sinfonía por el Perú seine Tournee in Österreich fortsetzen und Städte wie Bregenz und Salzburg besuchen.