Not und Hilfe haben viele Gesichter

Ein Krieg wie jener in der Ukraine kennt immer mehrere Fronten. Neben den unmittelbaren Folgen der blutigen Gefechte hat auch die Zivilbevölkerung auf vielen anderen Gebieten zu kämpfen. Die Hilti Foundation sowie die Mitarbeitenden des Unternehmens unterstützen daher neben der Hilfsorganisation „Ärzte ohne Grenzen“ auch noch Projekte und Initiativen, die auf andere Weise das vielfältige Leiden der Menschen vor Ort lindern sollen.

Ein grosses Augenmerk widmete die Hilti Foundation bei ihrer bisherigen Unterstützung Kindern und Jugendlichen. Ein besonders vulnerabler Teil der Gesellschaft, der nicht nur den vielschichtigen Belastungen des Krieges oft schutzlos ausgeliefert ist, sondern von dem letztlich auch der Wiederaufbau und die Zukunft des Landes massgeblich abhängen werden.

Im April 2024 fiel von Seiten der Hilti Foundation daher die Entscheidung, das Projekt "Room for Childhood"der gemeinnützigen und unter der Patronanz der gleichnamigen First Lady des Landes stehendenOlena Zelenska Foundationzu unterstützen, deren Fokus auf Kinder und Jugendliche gerichtet ist. Die Hilti Foundation übernahm die Kosten für die Errichtung von zwei Häusern, in denen bis zu 10 Waisenkinder und deren Pflegeeltern ein neues Zuhause finden konnten. Die beiden einfachen, aber funktionell ausgestatteten Häuser liegen in der Stadt Poltawa sowie in der Region Kiew und konnten bereits Mitte 2025 von den Familien bezogen werden.

Stiftung Olena Zelenska © Hilti Foundation

Die beiden Häuser befinden sich in der Stadt Poltawa und in der Region Kiew.
Olena-Zelenska-Stiftung © Hilti Foundation

Die nach Abschluss der Bauarbeiten von der gesprochenen Fördersumme noch verbliebenen Geldmittel flossen danach in ein weiteres Projekt der Olena Zelenska Foundation: die Finanzierung einer von insgesamt 17 ins Leben gerufenen „School of Superheroes".In dieser Initiative geht es darum, in Kinderspitälern einen Schulunterricht zu ermöglichen, der den jungen Patienten mit psychologischer Begleitung erlaubt, trotz stationärer Behandlung weiterhin wichtige Lerninhalte und Fähigkeiten zu trainieren und vermittelt zu bekommen.

Engagierte Hilti Teammitglieder unterstützten 2025 zudem die in der Ukraine von der gemeinnützigen Organisation „Sincere Heart" ins Leben gerufenen „Recovery Camps“. Die zwischen einem und zehn Tage dauernden Camps wurden von einem Team aus Psychologen, Psychiatern, Kunst- und Körpertherapeuten sowie Spielexperten entwickelt und bieten insbesondere vom Krieg betroffenen Müttern und deren Kindern eine gemeinsame psycho-emotionale Rehabilitation. Dies passiert mit sachkundiger psychologischer Begleitung in eigens dafür ausgearbeiteten, nach individuellen Bedürfnissen angepassten Programmen.

Der enorme Bedarf für solche Camps liegt auf der Hand: Millionen Familien in der Ukraine haben im Zuge des Krieges nicht nur ihr Zuhause und ihre Sicherheit verloren, sondern auch nahe Verwandte. Allein von 2022 auf 2024 stieg die Anzahl von Kindern mit posttraumatischen Belastungsstörungen von 24 auf 34%.

Im Rahmen der 2022 gestarteten Initiative konnten mittlerweile über 250 solcher Camps mit über 19’000 Müttern und Kindern durchgeführt werden. Mit beachtlichem Erfolg: Rund 75% der Camp-Teilnehmer verspürten nach eigenen Angaben eine deutliche Verbesserung ihres psycho-emotionalen Zustands. 516 Familien erhielten zudem im Anschluss noch individuelle Unterstützung durch Psychologen.

Wie bereits in früheren Krisenfällen zeigen unsere Länderorganisationen auch diesmal bemerkenswertes Engagement. So konnten lokale Zivilschützer von Hilti (Land) mit dringend benötigten Geräten unterstützt werden.

Besonders hervorzuheben ist natürlich das Engagement unserer ukrainischen Teammitglieder, die ja vom Krieg unmittelbar betroffen sind und ihn tagtäglich hautnah erleben müssen. Trotzdem konnten 2025 über die ukrainische Länderorganisation den örtlichen Einsatzkräften insgesamt 6 dringend benötigte Ambulanzfahrzeuge übergeben werden, um die laufenden Transporte von verletzten oder kranken Personen zu erleichtern. Ausserdem geben die Kolleginnen und Kollegen vor Ort immer wieder wertvolle Hinweise und Einschätzungen, wenn es etwa um die aktuelle Situation im Land oder auch angebotene Hilfsprojekte geht.

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