Sindbad Mentoring-Programm für Chancengleichheit

Seit 2021 setzt sich Sindbad Vorarlberg für die Förderung von Chancengleichheit ein. Die Organisation unterstützt junge Menschen im Alter von 13 bis 19 Jahren beim Übergang von der Pflichtschule in die weitere Ausbildung. Als Projektpartner von Sindbad freut sich die Hilti Foundation besonders, dass auch Hilti-Mitarbeitende ehrenamtlich als Mentoren im Rahmen des Programms tätig sind.

Mentor und Student prüfen gemeinsam Dokumente während einer Sindbad-Mentoring-Sitzung in Österreich.

Nach der 9. Schulstufe stehen Jugendliche in Österreich in ihrer Berufsausbildung vor einem Scheideweg. Die Pflichtschule endet und sie müssen sich entscheiden, ob sie eine Lehre anstreben oder eine weiterführende Schule besuchen möchten. Um eine bewusste Entscheidung für die eigene Zukunft treffen zu können, ist es wichtig, die Möglichkeiten zu kennen, Einblicke zu gewinnen und herauszufinden, was am besten zu einem passt. Das geht nur mit der entsprechenden Unterstützung.

"Viele von uns kennen das, wie soll man mit 14 Jahren wissen, was man später beruflich machen möchte oder das Richtige für einen ist? Vor allem Jugendliche aus einem sozioökonomisch benachteiligten Umfeld kennen oft ihre Möglichkeiten gar nicht. Bei Sindbad wollen wir junge Menschen im Ausbildungsübergang bestärken, ihre Zukunft in die eigene Hand zu nehmen, ihnen Chancen aufzeigen und sie darin unterstützen, ihr volles Potenzial zu nutzen." Diana Panzirsch, Standortleitung Sindbad Vorarlberg

Mentoringprogramm für eine selbstbestimmte berufliche Zukunft

Im Rahmen des​ Sindbad Mentoringprogramms bekommen die Jugendlichen über 12 Monate hinweg eine:n Mentor:in zur Seite gestellt, der/die sie im Prozess begleitet. Die Mentor:innen​ sind berufstätige oder studierende Erwachsene, die sich ehrenamtlich engagieren. Bei regelmässigen Treffen lernen sich die Teams (Mentor:in und Mentee) besser kennen, gehen beispielsweise zum Bowling oder besuchen gemeinsam Unternehmen, und machen sich Gedanken über die Zukunftsplanung. Schliesslich setzen sie konkrete Schritte, um diesen Plan umzusetzen – dazu zählt das Schreiben von Bewerbungsunterlagen, die Vorbereitung auf Gespräche oder die Anmeldung an weiterführenden Schulen – mit dem Ziel, den erfolgreichen Einstieg in eine weiterführende Schule oder Lehre zu schaffen. Die Erfolgsquote gibt dem Programm recht: 83% der Mentees schaffen den Sprung in die weiterführende Ausbildung.

Ehrenamtliches Engagement fördert Leadership-Skills

Das Programm bringt junge Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten zusammen: Junge Erwachsen​d​e können dabei nicht nur ihren Mentees wegweisend zur Seite stehen, sondern auch ihre persönlichen Coaching- und Führungsqualitäten testen und ausbauen. Optional bietet Sindbad Mentor:innen auch die Möglichkeit, ein ergänzendes Leadership Training zu absolvieren.

Manuel Gragl, Qualitätsmanager bei Hilti Thüringen

Manuel Gragl, Qualitätsmanager bei Hilti Thüringen

„Ich habe mich damals für das Sindbad Projekt gemeldet, da ich mich sozial engagieren wollte und mich dadurch persönlich auch etwas weiterentwickeln kann. Zudem ist es sehr spannend und herausfordernd zugleich, den Blickwinkel eines Jugendlichen kennenzulernen. Ziel des Mentorings ist es, die Jugendlichen zu unterstütz​t​en, sei es bei Bewerbungsschreiben, in der Schule oder auch einfach als Buddy für den anderen da zu sein.“
- Manuel Gragl, Qualitätsmanager bei Hilti Thüringen

Mentor:innen profitieren von ihrem ehrenamtlichen Engagement somit nicht nur auf persönlicher Ebene, sondern auch für ihre eigene berufliche Zukunft.

 

Erfolgreiches Modell geht in die vierte Runde

Seit Projektbeginn wurden 44 junge Menschen in drei Kohorten erfolgreich auf ihrem Bildungsweg unterstützt. Im November 2023 wird Sindbad Vorarlberg seine vierte Kohorte starten und sucht derzeit geeignete Mentoren. Für die Hilti Foundation ist dieses Programm ein wichtiger Bestandteil ihres Engagements für „Selbstbestimmtes Leben“.

„Wir wollen mit unseren Initiativen positive soziale Wirkung in Liechtenstein und der umliegenden Region erzeugen. Um dies nachhaltig zu gewährleisten, setzen wir auf das Prinzip der Hilfe zur Selbsthilfe. Mit Sindbad haben wir ein Projekt in Vorarlberg, das genau so handelt: Frühzeitig unterstützen, um Jugendlichen den Weg in eine erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen.“
- Michelle Kranz, Geschäftsführerin Hilti Family Foundation Liechtenstein

 

Sindbad Social Business

Der Verein Sindbad wurde 2016 in Wien gegründet und setzt sich für Chancen​​gerechtigkeit ein. Bei Sindbad treten Menschen aus unterschiedlichen Lebenswelten in Beziehung und lernen voneinander im Rahmen von 1:1 Mentoringprogrammen. Junge Erwachsene engagieren sich freiwillig als Mentor:innen für junge Menschen im Alter von 13 bis 19 Jahren beim Ausbildungsübergang nach der Pflichtschule. Bis 2022 wurden rund 3’570 Jugendliche auf ihrem Weg in ihre berufliche Zukunft begleitet. Mit den heute acht Standorten österreichweit, soll diese Zahl bis 2026 auf 10’000 Mentees steigen.

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