Wenn der Alltag zum Tatort wird

Tatort Biodiversität 2026 zeigte im SAL in Schaan, wie eng unser Konsum mit dem Verlust und dem Schutz der Artenvielfalt verbunden ist.

Mit der Initiative «supergut» setzt sich die Hilti Foundation seit 2023 für mehr Biodiversität in Liechtenstein ein. Ziel ist es, biologische Vielfalt sichtbar zu machen und Menschen dazu zu inspirieren, sich im Alltag aktiv dafür einzusetzen. Ein zentraler Bestandteil der Initiative ist der jährlich stattfindende Event «Tatort Biodiversität». Bereits zum dritten Mal lud er in Schaan dazu ein, den Zusammenhang zwischen unserem Konsum und den Auswirkungen auf die Natur näher zu beleuchten. Im Fokus standen dabei Fragen rund um Ernährung, Kleidung und Alltagshandeln.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen zwei Bereiche, die uns alle betreffen: was wir essen und was wir tragen. Thomas Vellacott, CEO von WWF Schweiz, zeigte in seiner Keynote, wie stark unser Konsum mit der Biodiversitäts- und Klimakrise verbunden ist und warum gerade darin auch ein wichtiger Hebel liegt. Wer bewusster einkauft, Ressourcen schont und weniger verschwendet, kann im Alltag viel bewegen.

DariaDaria mit Moderator Peter Beck
Thomas Vellacott, Geschäftsführer des WWF Schweiz

Auch Madeleine Darya Alizadeh, bekannt als «dariadaria», machte deutlich, welche Auswirkungen unser Umgang mit Kleidung auf Ökosysteme weltweit hat. Ihre Botschaft: weniger, bewusster und länger nutzen. Dass nachhaltiger Konsum nicht Verzicht bedeuten muss, zeigte eine Secondhand-Modenschau mit Kleidungsstücken des Hilfswerks Liechtenstein.

Ergänzt wurde der Abend durch konkrete Initiativen aus Liechtenstein, die zeigen, wie Kreislaufdenken, Reparieren, regionale Produktion und Naturerlebnisse im Alltag umgesetzt werden können. So wurde aus einem komplexen Thema ein greifbarer Abend voller Denkanstösse und praktischer Ideen.

Mit über 450 Gästen zeigte Tatort Biodiversität einmal mehr, wie gross das Interesse an Biodiversität und nachhaltigem Handeln ist.

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